Alles besser in 2.0 – Neue Firmware wertet den HeliaLux SmartControl ordentlich auf

Anzeige


Vermutlich dem Zeitgeist geschuldet, sind beinahe alle ersten Versionen einer Software mit einer Sturzgeburt vergleichbar. Eigentlich vollkommen nachvollziehbar, ist doch die Zeit zum Release sehr eingeengt. Zumal Softwareentwicklung und Hardwaremodifikationen Hand in Hand in Richtung Veröffentlichung rennen (mĂŒssen). Vermutlich ging es Juwels ersten Betriebsystem des smarten Controllers nicht anders. Die Softwareingenieure wollte wahrscheinlich einfach nur auf Nummer sicher gehen und boten halt mal eben “nur” ein Mindestmaß an Software an. Schon damals bemerkte ich das es noch Luft nach oben gibt, wie man in meinem Bericht “Konsequent weiterentwickelt! Juwel HeliaLux Spectrum und HeliaLux SmartControl im Test” nachlesen kann.

Beim HeliaLux SmartControl war mir die erste Software zu sehr rudimentĂ€r. Beinahe so, als ob man den analog bedienbaren “HeliaLux Day + Night Control” eins zu eins auf einen Computer implementieren wollte, ohne dabei die Vorteile die so ein PC mit sich bringt zu nutzen. Mir fehlten unter anderem wĂ€hlbarer Lichtszenarien und die Integration einer Speicher- und Ladefunktion. Von einer zeitgemĂ€ĂŸen Optik möchte ich erst gar nicht reden, aber ich muß.

Die optische Darbietung ist gelinde gesagt alles andere als ein Sahneschnittchen. Zwar sollte der praktische Nutzen sicherlich wichtiger sein als das Nutzungserlebnis. Dennoch ist die PrĂ€sentation einer Software, die ja immerhin auch das Bindeglied zwischen Mensch und Maschine darstellt, ein nicht zu unterschĂ€tzendes WohlfĂŒhl-Kriterium. Wenn ich aber eine BenutzeroberflĂ€che besitze die mich sofort an meine alte Freundin der 90er Jahre erinnert und damit ist jetzt nicht meine Partnerin aus Fleisch und Blut, sondern meine technologische Jugendliebe der 90er Jahre (der Amiga) gemeint, dann muss irgendetwas schief gelaufen sein. Die Ähnlichkeit zum 1990 erschienenem AmigaOS 2.0 ist echt erstaunlich, dabei trennen beide Systeme knapp 30 Jahre Entwicklung, exakt 16.777.152 Farben und im Schnitt 1.218.560 Bildpunkte.

Es gab fĂŒr Juwel also schon ein paar gute GrĂŒnde ein Update nachzuschieben und genau das taten sie dann auch mit der Firmware 2.0. So gut wie alle Schnitzer und Fehltritte wurden beseitigt und auch das Auge bettelt nicht mehr danach endlich ausgestochen zu werden.

Neue Firmware aufspielen

Der erste Schritt besteht darin die neue Version zu installieren, dass funktioniert aber nur und ausschließlich im Betriebssystem selber. Dummerweise muss dazu der Controller im Heimnetzwerk angemeldet sein, benutz man den SmartControl im Wireless Access Point Modus (als Basisstation) funktioniert das ganze logischerweise nicht.

Wie man den SmartControl in ein bestehendes Netzwerk integrieren kann, könnt ihr hier nachlesen. Der Rest ist dann, wie man so schön sagt, Kokolores. Man wandert einfach mit dem Mauszeiger, respektive bei Touchsystemen mit dem Wurstfinger, zu den Einstellungen und wĂ€hlt dort den Punkt “Info“.

Hier erfĂ€hrt man nicht nur die aktuelle Softwareversion, sondern kann weiter unten den Button “Update” auswĂ€hlen. Mit einem Klick darauf lĂ€uft die Aktualisierung völlig selbstĂ€ndig ab und startet das GerĂ€t neu.

Der erste Eindruck

Wie heisst es so schön? FĂŒr den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance und hier hat man in der neuen Version alles richtig gemacht. Das schlichte Grau in Grau ist einem augenfreundlichen blau-weiß Thema gewichen und trotz gleichbleibendem Umfang, zumindest im HauptmenĂŒ, wirkt alles gleich viel ĂŒbersichtlicher und aufgerĂ€umter. Ich behaupte sogar, das dass erkunden im Betriebssystem sogar richtig Freude macht.

Wechselt man zwischen den einzelnen MenĂŒpunkten hin und her, kann man keine Verzögerungen ausmachen. In meiner Erinnerung war das unter der V1.x nicht immer so, aber vielleicht liegt das nur an der Euphorie die mit der neuen optischen VerĂ€nderung einhergeht.

Was ist Neu?

Die vier wĂ€hlbaren Tabs im HauptmenĂŒ schon mal nicht, denn diese sind exakt die gleichen wie vor einem Jahr. DafĂŒr sind die Ebenen darunter ordentlich aufgemöbelt. Am deutlichsten fĂ€llt das unter “Status” und “Profile” auf. Aus diesem Grund beschrĂ€nke ich mich auch hauptsĂ€chlich auf diese zwei Punkte, da der “Wochenplan” und die “Einstellungen“, außer der schon angemerkten Botox-Kur, keine nennenswerten Unterschiede aufweist.

Status

Im MenĂŒpunkt Status sticht einem sofort die deutlich grĂ¶ĂŸere Grafik der Statusanzeige ins Auge. ZusĂ€tzlich integrierte man in der markanten Anzeige auch einen interaktiven Timeline-Schieber. Mit diesem Feature ist es nun möglich direkt in der Anzeige zur gewĂŒnschten Zeit zu springen. Das funktioniert ĂŒberall wo man die Statusanzeige antrifft, also auch in den Profilen.

Mir ist klar, das dass mit der Version 1.x auch schon irgendwie ging, aber bei weiten verkrampfter. HierfĂŒr musste man erst ein extra Feld unterhalb der viiiiiel kleineren Anzeige aktivieren.

Um euch nochmals klar zu machen wie gruselig das 1990 
.Ă€hmm 
2018 aussah, möchte ich euch beide Versionen nebeneinander zeigen.

Damit dĂŒrfte auch der letzte Hampelmann eingestehen, dass jeglicher Versuch die Firmware 1.x schön zu reden, totaler Quatsch ist.

Ansonsten handelt es sich beim Status eigentlich mehr um eine Spielerei und dient in erster Linie der Visualisierung der eingestellten Farbwerte. Oder zum manuellen einschalten der Beleuchtung, um zum Beispiel Wartungsarbeiten außerhalb der Leuchtzeiten durchfĂŒhren zu können.

Profile

Öffnet man das ProfilmenĂŒ, kann man auf den ersten Blick keine allzu großen Unterschiede erkennen. Klar wurde auch hier am Look gefeilt, aber ansonsten stehen einem immer noch die gleichen acht SpeicherplĂ€tze (Tage) zur VerfĂŒgung.

Zuerst öffne ich im HauptmenĂŒ “Profile” und suche mir als Speicherplatz einfach mal den ersten, also P1, aus.

Klickt man einen dieser SpeicherplÀtze an, gelangt man automatisch eine Ebene weiter und ist bei den Lichtphasen angelangt. Hier angekommen macht das Update am deutlichsten von der Softwarerenovierung gebrauch.

In den Lichtphasen, dass eigentlich das Herz der Software, lassen sich alle Farb- Helligkeits- und Zeiteinstellungen ĂŒberprĂŒfen und einstellen. Soweit, so Alt, denn vom Grundprinzip hat sich an der Programmierung nicht allzu viel verĂ€ndert.

Kein Verglich, Neu zu Alt

Man wĂ€hlt einfach eine Zielzeit (Beleuchtungsphase) aus und gibt die hierfĂŒr gewĂŒnschte Lichtfarbe und IntensitĂ€t an. Viel mehr möchte ich darĂŒber jetzt nicht schreiben, da ich in meinem Artikel zur Firmware Version 1.x ausfĂŒhrlich darĂŒber berichtet habe.

Öffnet man einer dieser Beleuchtungsphasen (Zeiten), fĂ€llt einem nicht nur die schon weiter oben im Artikel genannte grĂ¶ĂŸere und interaktive Timeline auf, sondern auch die zwei neu hinzugekommenen Stellschrauben namentlich “WolkenintensitĂ€t” und “Wolkenzug“.

Beide lassen sich bis zu drei mal aktivieren und wirkt sich im realen Leben dadurch aus, dass die Beleuchtung heruntergefahren und nach einer bestimmten Zeit wieder auf den eingestellten Wert hochgefahren wird. Eben so, als ob Wolken vorbeiziehen wĂŒrden. Je nach IntensitĂ€t fĂ€llt das Leuchtschauspiel mal mehr, mal weniger intensiv aus. “Ach Firlefanz” hör ich den ein oder anderen Zyniker rufen, dennoch hat dieses Feature seine Daseinsberechtigung, wie man spĂ€ter im Artikel noch lesen wird. Außerdem besteht so ein Wolkenzug aus mehreren Zyklen und nicht einfach nur aus “Es wird dunkel und wieder hell”.

Ganz unten im selbigen MenĂŒ gibt es noch den Befehl “Profil exportieren“, was nichts anderes heisst als das aktuelle Profil lokal zu speichern. HierfĂŒr wird auf dem Rechner eine nur wenige Kilobyte Große BinĂ€rdatei abgelegt, welche spĂ€ter unter “Profile laden” wieder eingespielt werden kann.

Das ist Neu! Profile laden

Apropos Profile laden, mein persönliches Highlight der Firmware 2.0 befindet sich im gleichen Fenster in der linken oberen Ecke und nennt sich “Profile laden“.

Klickt man auf diesen, landet man eine Ebene tiefer und findet sich vor fĂŒnf hĂŒbsch illustrierten Szenarien wieder.

Zur Wahl stehen einem “Standard“, “Standard ohne Mittagspause“, Biotop Malawi/Tanganjika“, “Biotop Amazonas“, “Aquascape” und “Importieren”. Jeder dieser fĂŒnf Szenarien besitzt einen individuellen Tagesablauf, beziehungsweise Lichtzyklus und jedes Szenario kann auf Wunsch auch nachtrĂ€glich verĂ€ndert werden.

Mit der SchaltflĂ€che “Importieren” kann man sein selbstangefertigtes Profil hochladen, oder vielleicht auch ein fremdangefertigtes. Wer weiß, vielleicht eröffnet sich ja die ein oder andere Plattform, denn einem munteren Szenarientausch stehen einem nun TĂŒr und Tor offen.

Das mit der Firmware 2.0 alles besser wird, kann man ja in der Überschrift bereits lesen. Wie mĂŒhelos man aber mal schnell eine individuelle Woche erstellen kann, ohne dabei einen Volkshochschulabschluss in Softwareentwicklung zu absolvieren, ist schon top. NatĂŒrlich im bezogen auf die alte Firmware.


Lichtmanagement fĂŒr eine Woche

Acht SpeicherplÀtze

Zuerst öffne ich das MenĂŒ “Profile” und wĂ€hle irgendeinen Speicherplatz aus. Wie es sich gehört nehme ich natĂŒrlich den ersten (P1), könnte aber auch den zweiten, dritten oder achten Speicherplatz wĂ€hlen.

Ein Klick auf “Profile 1” leitet mich automatisch weiter zu den “Lichtphasen”


Lichtphasen die erste

Hier angekommen ignoriere ich alle Zeiten und klicke einfach oben links auf “Profil laden“.

Die Software leitet mich abermals weiter und ich gelange zu den vorgefertigten Lichtszenarien.


Profile laden die erste

Ich klicke einfach auf “Biotop Amazonas“, da dieser meiner Meinung nach meinem Becken am nĂ€hersten kommt.

Ohne weitere Infos befördert mich das Betriebssystem wieder eine Ebene nach oben und ich finde mich bei den Lichtphasen wieder.


Lichtphasen die zweite

Ich erkenne ganz oben unter der Speicherplatz Nummerierung (P1) das mein Profil “Amazonas” ĂŒbernommen wurde.

Ich könnte jetzt die einzelnen Zeiten kontrollieren und im Zweifel abÀndern, aber ich belasse alles so wie es ist und klicke einfach unten rechts auf den blau hinterlegten BestÀtigungshacken.

Daraufhin befördert mich HeliaLux OS zurĂŒck zu den SpeicherplĂ€tzen.


Einer weniger

Dort angekommen fĂ€llt sofort auf das der Speicherplatz P1 nun den Profilnamen “Amazonas” trĂ€gt.

Das war so einfach, das ich es mit dem Speicherplatz P2 gleich nochmals probiere, nur diesmal mit kleinen Änderungen.

Mit einem Klick auf P2 lande ich abermals bei den Lichtphasen.


Lichtphasen die dritte

Hier angekommen schiebe ich meinen Mauszeiger ohne Umwege ĂŒber Profile laden und betĂ€tige die linke Maustaste.


Profile laden die zweite

Holterdiepolter finde ich mich abermals bei den vorgefertigten Profilen wieder.

Diesmal klicke ich aber “Biotop Malawi/Tanganjika” und lande kommentarlos in den Lichtphasen.


Lichtphasen die vierte

Anders als bei der Lichtphase “Amazonas”, sieht es jetzt ĂŒbersichtlicher aus. Ist ja auch kein Wunder, denn in der afrikanischen Seen Simulation herrscht beinahe 12 Stunden Dauersonnenschein. Was sich durch ein paar weniger Zeiten bemerkbar macht.


Sonnig mit Wolken

12 Stunden Dauerkunstlicht erscheint mir dann doch ein wenig zu viel. Mit einem Klick auf “18:00“, schiebt sich ein EinstellmenĂŒ vor.

In der Hoffnung der Dauerbestrahlung ein bisschen entgegen wirken zu können, hebe ich die “WolkenitensitĂ€t” und den “Wolkenzug” auf 3 an.

Mit einem Klick auf den bekannten blauen Hacken bestĂ€tige ich mein wolkiges vorhaben und das EinstellmenĂŒ verschwindet wieder dahin wo es hergekommen ist.


Sonnig mit mehr Wolken

Leider gehen pro Leuchtzyklus nur drei WolkenzĂŒge, was mir bei elfeinhalb Stunden Dauersonne dann doch ein bisschen zu wenig erscheint.

Macht aber nix, denn man kann ja einfach einen weiteren Zyklus einfĂŒgen. DafĂŒr muss ich nur unterhalb des 6:30 Zyklus das “+” Symbol.

Diesen neu eingefĂŒgten Zyklus lasse ich um 12 Uhr enden. Die Lichtfarbe bleibt gleich, dafĂŒr, ihr ahnt es sicherlich schon, kommen drei WolkenzĂŒge in höchster IntensitĂ€t dazu.

Bevor ich jetzt mit einem Klick auf das BestÀtigungssymbol mein vorhaben beende, Àndere ich noch den Namen von Malawi auf Malawi/Wolken. Immerhin hat sich ja was zum Ursprungsprofil geÀndert.


ZurĂŒck bei den SpeicherplĂ€tzen

Durch das vorherige bestÀtigen lande ich wieder automatisch bei den SpeicherbÀnken. Hier angekommen kann ich erkennen das zwei der acht SpeicherplÀtze mit meinen Profilen belegt sind.

Jetzt könnte ich noch sechs weitere Profile anlegen, aber ich verzichte fĂŒr den Moment darauf.

Was ich jetzt noch tun muss, ist dem Controller zu verklickern an welchen Tag ich welches Lichtprofil haben möchte. Dazu klicke ich oben auf den Wochenplan.



Der Wochenplan

Im Wochenplan kann ich jetzt jedem Tag der Woche ein Lichtprofil zuweisen.

Ich wĂ€hle fĂŒr Montag bis Freitag das “Amazonas” Profil und fĂŒr das Wochenende das “Malawi/Wolken” Profil.

Jetzt noch bestĂ€tigen und der Juwel HeliaLux SmartControl ist fĂŒrs erste fertig programmiert.


NatĂŒrlich ließe sich das ganze jetzt bis zur Ergötzung ausweiten und fĂŒr jeden Wochentag ein eigens Profil anlegen, aber aktuell reicht mir das. Nochmals kurz zu den Wolken, also eine IntensitĂ€t von 3 ist echt ein intensiver Wolkenzug. Ich habe mich spĂ€ter dazu entschieden auf Stufe 1 herunterzufahren.

Anzeige

Fazit: Ein muss fĂŒr jeden HeliaLux SmartControl Besitzer

Was mir aber auffiel ist die Einfachheit der Programmierung. Glich es vorher noch einer Tortur, macht das implementieren und das Herumprobieren mit den fertigen Profilen nun echt Spaß. AbstĂŒrze oder “Softwareanomalien” konnte ich bisher keine feststellen und Probleme mit der Netzwerkverbindung blieben bisher auch aus. Zur Optik möchte ich nur soviel sagen: “Endlich im 21 Jahrhundert”. Zum Abschluss möchte ich noch jeden raten ein Update durchzufĂŒhren, denn wer hier nicht updated, ist selber Schuld!


Angebot
Juwel Aquarium 48996 HeliaLux SmartControl
  • Kabellose Steuerung der HeliaLux-Beleuchtung mit allen WLAN-fĂ€higen EndgerĂ€ten
  • Individuelle TagesablĂ€ufe mit bis zu 16 Phasen programmierbar
  • Lichtfarbe im gesamten Tagesverlauf individuell steuerbar
  • Eindrucksvolle SonnenuntergĂ€nge und Mondscheinbeleuchtung einstellbar
  • 8 Lichtprofile - individueller Tagesverlauf fĂŒr jeden Wochentag programmierbar
Angebot
JUWEL Aquarium 48998 HeliaLux Spectrum Splitter
Splitter/Adapter fĂŒr HeliaLux Spectrum
29,50 EUR −0,50 EUR 29,00 EUR
Juwel Aquarium 48995 HeliaLux LED UniversalFit
Ermöglicht den einfachen Einsatz der HeliaLux LED Einsatzleuchten auch auf allen Aquarien anderer Hersteller (nicht JUWEL Aquarium)
18,94 EUR
JUWEL Aquarium 48905 HeliaLux Spectrum 550
Hochleistungs-LED-Einsatzleuchte fĂŒr Ihr Aquarium
143,95 EUR

Kommentar verfassen